DLRG Wachdienst




Am Silbersee II befindet sich eine Wachstation der Deutschen Lebens- Rettungs- Gesellschaft (DLRG) sowie eine voll ausgestattete SAN-Station.Der Wachdienst wird ausgeführt von Mai bis September.

Bitte beachten Sie zur Ihrer eigenen Sicherheit die Hinweise der DLRG.

Die DLRG ist mit über 1.000.000 ehrenamtlichen Helfern die größte freiwillige Wasserrettungsorganisation der Welt.

Die ehrenamtlichen Helfer der Wasserrettung:

DLRG Ortsgruppe Haltern
DLRG Ortsgruppe Dülmen


Nachfolgender Bericht mit freundlicher Unterstützung der Dülmener Zeitung www.dzonline.de
 

Für Notfälle gerüstet
 
Mitglieder der DLRG Dülmen sorgen in ihrer Freizeit am Halterner Silbersee für Sicherheit

 

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Stefan Kortekaas (v.l.) , Michel Kortekaas, Christoph Dähn, Carolin Kortekaas, Sarah Börke und Marina Mackschewski
gehören zur Wachmannschaft der DLRG, die auch mit dem Boot auf dem Halterner Silbersee ehrenamtlich
patrouillieren. DZ-Fotos: Johanna Purschke

 

Dülmen. Der kleine Moritz hat seine Eltern verloren. Nun sitzt er am Haupthaus des DLRG Teams und trinkt erst einmal ein Glas Limonade, während Christoph Dähn von der DLRG eine Suchmeldung ausfüllt. Von Dienstag bis Donnerstag befindet sich eine Wachbesatzung der DLRG Dülmen am Silbersee 2, die die Mannschaft des Halterner Teams unterstützt oder an manchen Tagen auch komplett ablöst. Da man vom Haupthaus allein die Menge an Sonnenanbetern im Wasser und am Strand nicht ausreichend überblicken kann, gibt es am Strand noch zwei weitere kleine Posten. So sitzen Marcel und Leonard neben dem Nichtschwimmerbereich unter einem Sonnenschirm und haben das Treiben im Wasser fest im Blick. Denn auch Schwimmflügel bieten den kleinen Kindern beim Spielen im Wasser nicht immer einen sicheren Schutz. Die mit Ferngläsern ausgerüsteten Jungen haben neben diesem Bereich auch immer das Geschehen im Rest des Sees fest im Blick, und so fallen ihnen sofort einige Jugendliche, die sich auf ihren Luftmatratzen außerhalb der Badezone aufhalten. Diese sind auch von den Wachen am zweiten Posten nicht unbemerkt geblieben. In solchen Situationen erweist es sich als hilfreich, dass alle Posten mit Funk ausgestattet sind und so untereinander in Kontakt treten können. Gemeinsam entscheiden nun die Wachen, die Jugendlichen vorerst im Blick zu behalten und das Boot, welches ebenfalls ein Funkgerät an Bord hat, noch nicht zu benachrichtigen. Insgesamt sind jeden Tag mindestens zehn Leute der DLRG am Silbersee vertreten. „Nur so sind ausreichend Leute anwesend, schließlich muss der Funk im Haupthaus immer besetzt sein, um im Notfall Hilfe anfordern zu können und wir können uns bei der Wache auch nicht nur auf das beschränken, was im Wasser passiert. Dort ist nämlich im Verhältnis zu der großen Besucherzahl relativ wenig los“, erklärt Marina Mackschewski, die nach einer Unterbrechung nun seit fünf Jahren wieder aktiv beim Wachschutz der DLRG mitwirkt. Um den Dienst nicht zu einseitig werden zu lassen, werden die Besetzungen an Posten und Boot circa anderthalb stündig gewechselt. Einsätze, bei denen es sprichwörtlich um Leben und Tod geht, gibt es aber am Silbersee zum Glück kaum. „Meist gehört Pflaster kleben und das Finden verlorener Eltern zu unseren Hauptaufgaben“, weiß Einsatzleiter Roland Löhnert. Auf den Ernstfall wäre das Team trotzdem bestens vorbereitet. Im Haupthaus befinden sich Tragen und Bojen, mit denen Ertrinkende gerettet werden können, wenn das Boot nicht schnell genug zur Stelle ist. Auch ansonsten ist alles vorhanden, um eine gute Erstversorgung zu gewährleisten. Außerdem befindet sich an jedem Posten ein Erste-Hilfe Kasten. Nach der ersten Versorgung werden die Verletzten von der DLRG anschließend immer an Fachpersonal übergeben. „Wir haben zwar alle einen Sanitätsschein, doch wir dürfen wegen eventueller Allergien keine Medikamente verabreichen und sichern uns durch die Übergabe einfach selber ab“, berichtet Marina Mackschewski. Neben dem Sanitätsschein haben alle Mitglieder des Wachschutzes auch eine Rettungsschwimmerausbildung absolviert. Hiernach folgt eine spezielle Ausbildung für den Wasserrettungsdienst. Bei der Wachaufstellung wird deshalb immer darauf geachtet, dass in einer erfahrenen Mannschaft auch jüngere Mitglieder dabei sind, die noch ausgebildet werden. So auch Marcel Kortekaas, der mit seinen 13 Jahren der jüngste im Team ist. Wie viele bei der Wachmannschaft, ist auch er über seine Familie zum Wachschutz gekommen. „Ich bin seit sieben Jahren bei der DLRG und wurde oft von meinem Vater mit zur Wache genommen“, erzählt Marcel. Michel Kortekaas ist einer der Boostführer der Mannschaft. Hierfür hat er einen Bootsführerschein und eine spezifische Ausbildung absolviert, ganz ähnlich wie bei einer Fahrprüfung. Im Schwimmbereich darf mit dem Boot nur Schritttempo gefahren werden, um niemanden zu gefährden. Anschließend werden ganz gezielt Schwimmer oder Personen in Schlauchbooten angesteuert, die sich eindeutig außerhalb des markierten Bereiches befinden. „Wir können nicht jeden zurückpfeifen, der sich ein paar Meter hinter der Absperrung befindet, aber in der Nähe der Bagger kann es wegen der Absaugungenwirklich gefährlich werden“, erklärt Miche l die Wichtigkeit des abgesteckten Badebereiches. Manchmal werden auch vom Boot aus die Eltern von verlorenen Kindern gesucht, da man von Wasser den Strand einfacher überblicken kann. Während des Sommers ist die Wache jedes Wochenende besetzt und die Mannschaft hat sich mittlerweile zu einer eingeschworenen Gruppe entwickelt und auch wenn es mit Arbeit verbunden ist, stellt der Wachdienst für alle Ehrenamtlichen so etwas wie ein Hobby da. Und mit der Hilfe der DLRG Dülmen hat Moritz am Ende auch seine Eltern wieder gefunden.

Quelle: Dülmener Zeitung – www.dzonline.de


DLRG Ortsgruppe Dülmen - www.dlrg-duelmen.de

Das Recue-Team der Ortsgruppe Dülmen wurde 1993 gegründet. Ein Dank unsererseits für die gute Zusammenarbeit geht an dieser Stelle insbesondere auch an Martin Diekmann, Leiter Tauchen der DLRG Ortsgruppe Dülmen

 

 

   

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