Im Sommer auf überdachter Terrasse ein kühles Getränk genießen oder im Winter hinter großzügiger Glasfassade ein heißes, den Blick aufs Wasser inklusive – das soll nun bald auch am Silbersee II möglich sein. Nachdem Helmut Kuchel (Stadtcafé) und Udo Meilenbrock (Rossini) vor zwei Jahren den Zuschlag zum Ausbau einer ganzjährigen Gastronomie bekommen hatten, war es still um ihre ehrgeizigen Pläne geworden. Doch jetzt, nach der Überwindung zahlreicher Hürden, soll endlich gut werden, was lange währte.

Kooperation mit der Stadt
„Im August erfolgt die Pfahlgründung“, stellte Rainer Rotthäuser, der mit seiner Frau Magdalena die Pläne für Kuchel und Meilenbrock entwickelte, in Aussicht. Zwar wurde wegen einiger Formalien noch keine Baugenehmigung erteilt. Doch grundsätzlich, dies bestätigte Halterns technischer Beigeordneter Wolfgang Kiski, bestehen keine planungsrechtliche Bedenken. Rotthäuser sprach in diesem Zusammenhang von einer guten Kooperation mit der Stadt.
Mit den erforderlichen 28 Pfählen benannte Rotthäuser einen der Steine, der sich den Silbersee-Betreibern in Form von Treibsand und höheren Kosten in den Weg stellte. Der künftige Name der Gastronomie wird sie an diese Zeit erinnern: Mit der Lokalität „Treibsand“ wollen sie sich allerdings festen Boden unter den Füßen verschaffen.

Natürliche Materialien

„Wir dachten, wir kommen mit acht Meter Pfählen aus, jetzt werden sie 13 bis 15 Meter tief in den Boden eingelassen“, erklärte der Planer. Es folgt ein Gerüst aus Stahlbeton und anschließend der Baukörper in Holztafelbauweise. Das 25 x 30 m große, eingeschossige Gebäude entsteht im Bereich der früheren Container und erhält eine Außenhaut aus Lärche. Insgesamt dominieren natürliche Materialien. Aus Kostengründen werden allerdings Kunststoff-Fenster eingebaut, die in Richtung See besonders großzügig ausfallen.
Ein 270 qm großer Gastraum bildet den Mittelpunkt des Hauses. Er kann mit Hilfe einer flexiblen Wand in zwei etwa gleich große Flächen mit jeweils einer Theke aufgeteilt werden. Insgesamt steht den Gästen mit einem zusätzlichen Festraum (31 qm), Raucherrestaurant und -lounge (49 qm) sowie überdachter Terrasse (79 qm) eine Fläche von 440 qm zur Verfügung. Ein Imbissverkauf ist weiterhin vorgesehen, der die Pommes auf der eigenen Decke sichert. Für November ist die Eröffnung des Ganzjahresbetriebes geplant.

Quelle: Halterner Zeitung
Von Silvia Wiethoff am 24. Juli 2009 19:02 Uhr


Treibsand