Stille Erholung rund um den Silbersee III in Haltern am See

Sythen Seit der Aussandung und Rekultivierung hat sich der östlichste der drei Silberseen zu einem Eldorado für Naturfreunde entwickelt. Eingebettet in eine hochinteressante Naturlandschaft zwischen Hohe Mark, Heubachniederung und Borkenberge lässt sich der See per Rad oder per pedes auf dem 4,5 km Rundwanderweg hervorragend erkunden.Der Silbersee III ist der östlichste von 3 künstlich durch Quarzsandgewinnung entstandenen Seen. Diese bilden mit weiteren Halternern und Dülmenern Teichen und Seen eine Gewässerlandschaft, die für den Arten- und Biotopschutz, für den Trinkwasserschutz und für eine abwechslungsreiche, umweltschonende Erholungsnutzung mit dem Ruhrgebiet als Einzugsbereich von großer Bedeutung ist. 
Aufgrund der intensiven Nutzungsansprüche sind für die Silberseen eine Rahmenplanung und mehrere Handlungskonzepte vom KVR/RVR erstellt worden, um frühzeitig die verschiedenen Interessen in Einklang zu bringen und Fehlentwicklungen zu begegnen. Für den Freiraum Silbersee III wurde im Abschlussbetriebsplan eine naturnahe Entwicklung als rekultiviertes Sekundärbiotop mit gelenkter, ausschließlich extensiver Erholungsnutzung vorbestimmt.

Der Freiraum liegt in unmittelbarer Angrenzung an das FFH- und Naturschutzgebiet Heubachniederung mit dichter Biotopvernetzung und mit sehr vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten. Als ökologisch funktionierendes Sekundärbiotop an der Stelle der ehemaligen, wertvollen Schmaloer Heide soll der Freiraum mit charakteristischen Tier- und Pflanzenarten so reichhaltig ausgestattet sein, dass er die Rolle als Fläche von regionaler Bedeutung im Biotopverbundsystem übernehmen kann. Durch Biomonitoring wird die Biotopentwicklung des gerade mal 10 Jahre alten Sees überwacht und korrigierende Maßnahmen zur Besucherlenkung eingeleitet. Zwischen 2000 und 2004 wurden umfangreiche landschaftspflegerische und forstliche Maßnahmen durchgeführt, um Erholungsschäden zu reparieren oder ihnen vorzubeugen, jedenfalls um die Arten- und Biotopentwicklung zu fördern.  Trotz des starken Erholungsdrucks und dessen Folgen ist der Silbersee III auf dem richtigen Weg, sich zu einem ökologisch hochwertigen Biotop zu entwickeln. Unter den langen Vegetationslisten befinden sich etliche Rote-Liste-Arten. Darunter Igelschlauch, Sumpf-Blutauge, Geflecktes  und Fuchs’sches Knabenkraut sowie Weiße Seerose. Für Amphibien, Libellen, Falter, Hautflügler, Reptilien und Vögel bietet der Freiraum vielfältige Nischen. Kreuzkröte und kleiner Wasserfrosch sind hier ebenso zu Hause wie Gemeine Winterlibelle, Torf-Mosaikjungfer und Gemeine Smaragdlibelle, allesamt besonders schützenswürdig. Von 58 bodenständigen Libellen-Arten in der Großlandschaft Westfälische Bucht/Westfälisches Tiefland konnten im Untersuchungszeitraum 2002 mehr als 20 Arten beobachtet werden.    Für die Erholungsnutzung ist ein ca. 4,5 km langer Rundwanderweg um den See eingerichtet worden, der an einigen Stellen Kontakt zum Seewasser aufnimmt und einen guten Überblick über den See bietet. Darüber hinaus gibt es insgesamt 8 Ruheplätze mit Papierkörben und eine große Spiel- und Liegefläche mit 2 Picknicktischen. Von der Spiel- und Liegefläche gelangt man zu einer Beobachtungsplattform am See. 4 Informationstafeln an den Zugängen helfen, den See kennen zu lernen und sich am See zurechtzufinden. Ca. 2/3 der Seefläche ist an ortsansässige Angelvereine verpachtet.  
Darüber hinaus bilden die hier vorkommenden Halterner Sande eines der wichtigsten Grundwasservorkommen in Nordrhein-Westfalen. Sie stellen sowohl ein bedeutendes Wasserdargebotspotential dar, als auch ein wichtiges Grundwasserneubildungspotential aufgrund der hohen Wasserdurchlässigkeit und der guten Filtereigenschaften der die Sande überlagernden Flugdecksande. Der Silbersee III benötigt daher einen besonderen Schutz des Grund- und Oberflächenwassers, da die filternden Deckschichten fehlen.

   

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